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Digitalisierung gewinnt in Schule, Ausbildung, Studium und Weiterbildung deutlich an Bedeutung

Pressemitteilung

Digitalklimaindex 2026 zum Schulstart: Junge sind KI-erfahren – aber virtuelle Lehrkräfte bleiben umstritten

Digitalisierung gewinnt in Schule, Ausbildung, Studium und Weiterbildung deutlich an Bedeutung.

  • 46 Prozent der Befragten erwarten für digitale Technologien im Bildungsbereich eine große Bedeutung – fünf Punkte mehr als 2025.
  • Unter 30-Jährige verbinden künstliche Intelligenz (KI) insgesamt eher mit Chancen als mit Risiken.
  • KI-Einsatz in der Lehre polarisiert – analog verdeutlichen die PISA-Ergebnisse das Spannungsfeld zwischen KI-Nutzung und KI-Vermittlung an deutschen Schulen.

Die Klassenzimmer füllen sich wieder, die neuen Ausbildungsjahrgänge sind bereits an den Start gegangen und in Kürze geht es auch an den Universitäten ins nächste Semester. Nach der Sommerpause rückt auch die Frage wieder in den Mittelpunkt, wie Lernen im digitalen Zeitalter aussehen soll. Der Digitalklimaindex 2026 zeigt: Die Bedeutung digitaler Technologien für Schule, Ausbildung, Studium und Weiterbildung nimmt immer weiter zu. Doch gerade im Bereich KI bleiben die Anwendungsfelder umstritten. Die Menschen unterscheiden klar zwischen dem Einsatz von KI als Werkzeug und ihrer Rolle als möglichem Ersatz für Lehrkräfte. Besonders die junge Generation nutzt KI bereits breit, blickt insgesamt optimistisch auf die Technologie – und äußert dennoch konkrete Sorgen um Kreativität und Berufschancen.

Digitales Lernen wird für mehr Menschen persönlich relevant

2025 erwarteten 41 Prozent der Befragten, dass digitale Technologien im Bereich Schule, Ausbildung, Studium und Weiterbildung künftig von großer Bedeutung für ihr eigenes Leben sein werden. 2026 sind es 46 Prozent. Der Anstieg wird vor allem von den mittleren und älteren Altersgruppen getragen: Bei den 30- bis 44-Jährigen steigt der Anteil von 49 auf 54 Prozent, bei den 60- bis 65-Jährigen sogar von 21 auf 34 Prozent. Unter den 16- bis 29-Jährigen liegt der Wert unverändert auf hohem Niveau bei 59 Prozent. Doch die technischen Voraussetzungen für die zunehmende Digitalisierung im Bereich Schule lassen zu wünschen übrig. Laut einer repräsentativen Forsa-Befragung von Schulleitungen im Auftrag des Verbandes Bildung und Erziehung e.V. gaben Ende 2023 nur 15 Prozent an, über vollständige Sätze an Laptops, Tablet-PC oder Smartphones für die Schülerinnen und Schüler aller Klassen zu verfügen. Gleichwohl geben über zwei Drittel der Schulleitungen in der Cornelsen-Schulleitungsstudie 2025 an, dass sich die digitale Ausstattung ihrer Schule positiv auf die Lernleistungen ihrer Schülerinnen und Schüler auswirke. Bei den beruflichen Schulen sagen das sogar 75 Prozent.

„Digitale Technologien spielen in Schule, Aus- und Weiterbildung eine zunehmend wichtige Rolle. Damit sie einen klaren Mehrwert bieten und zum Nutzen der Menschen eingesetzt werden können, müssen die Voraussetzungen stimmen: Eine digitale Infrastruktur, die eine problemfreie Nutzung auch bei wachsenden Datenmengen ermöglicht und die Befähigung, digitale Technologien richtig anzuwenden“, sagt Ruben Queimano, Chief Commercial Officer bei Deutsche Glasfaser.

KI ist für die junge Generation längst Lern- und Arbeitswerkzeug

Dass KI-Anwendungen schon längst Einzug in die Lern- und Arbeitsrealität insbesondere junger Menschen gefunden haben, zeigt der Digitalklimaindex 2026 deutlich: Bei bildungsrelevanten Anwendungen liegen die 16- bis 29-Jährigen deutlich vor der Gesamtbevölkerung (GB). 76 Prozent haben bereits KI-gestützte Online-Übersetzungen genutzt (GB 60 Prozent), 71 Prozent Texte mit KI erstellt (GB 52 Prozent). 54 Prozent haben Sprache in Text oder Text in Sprache umgewandelt und 51 Prozent Präsentationen erstellt (GB 30 Prozent).

Diese Nutzungserfahrung geht mit einer grundsätzlich positiven Haltung einher. 64 Prozent der jungen Erwachsenen verbinden KI insgesamt eher mit Chancen, 34 Prozent eher mit Risiken. Damit sind die 16- bis 29-Jährigen jedoch keine gänzlich unkritischen Technikoptimisten, sondern wägen konkrete Vorteile und mögliche Risiken gegeneinander ab.

Der regionale Blick: Östliche Bundesländer besonders zuversichtlich

Ob die wachsende Bedeutung der Digitalisierung mit positiven Erwartungen verbunden ist, hängt stark vom Wohnort ab. In Thüringen erwartet mit 51 Prozent eine knappe Mehrheit besonders positive Effekte für Schule, Ausbildung, Studium und Weiterbildung. Damit liegt der Freistaat bundesweit vorn. Auch Sachsen (46 Prozent), Brandenburg (43 Prozent), Sachsen-Anhalt (42 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (41 Prozent) erreichen den gesamtdeutschen Durchschnitt oder liegen darüber. Deutlich skeptischer fällt das Bild in Berlin aus: Dort erwartet mit 31 Prozent nicht einmal ein Drittel besonders positive Effekte. Auch die Befragten in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (jeweils 37 Prozent) sowie in Bremen (39 Prozent) sind in Sachen Optimismus zurückhaltend.

Virtuelle Lehrkräfte polarisieren – besonders zwischen den Generationen

Bundesweit ist die Akzeptanz von virtuellen Lehrkräften bei den Befragten nach Alter und Bildungsabschluss ungleich verteilt. Bei den 16- bis 29-Jährigen halten sich Befürwortung und Ablehnung mit 47 beziehungsweise 48 Prozent nahezu die Waage. Unter den 60- bis 65-Jährigen stimmen nur 33 Prozent zu, während 62 Prozent ablehnen. Mit dem Bildungsabschluss steigt die Offenheit: 44 Prozent der Menschen mit Abitur oder Hochschulabschluss befürworten virtuelle Assistenten im Unterricht; bei Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss sind es 35 Prozent.

Die Offenheit für virtuelle Assistenten im Unterricht weist auch ein ausgeprägtes regionales Muster auf. Nur in Bremen und Thüringen überwiegt die Zustimmung: In Bremen befürworten 54 Prozent einen teilweisen Unterricht durch virtuelle Assistenten, 43 Prozent lehnen ihn ab. In Thüringen beträgt das Verhältnis 50 zu 47 Prozent. Besonders groß ist die Ablehnung im Saarland und in Berlin, aber auch in Bayern.

Die Ergebnisse sprechen dafür, KI im Bildungsbereich als unterstützendes Werkzeug zu vermitteln und dabei die pädagogische Verantwortung des Menschen sichtbar zu halten. Gerade zum Schulstart dürfte Akzeptanz davon abhängen, ob digitale Anwendungen Lehrkräfte entlasten und individuelle Förderung erleichtern – oder als Ersatz für persönliche Beziehung und pädagogisches Urteil wahrgenommen werden.

Auch PISA zeigt: Nutzung und Lehre von KI polarisieren

Die abermals schlechten Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie 2025 lassen in Deutschland bei den Expertinnen und Experten und der breiten Öffentlichkeit die Alarmglocken klingeln. Dies betrifft auch die digitalen Lernmöglichkeiten. Die Kultusministerkonferenz (2024) geht davon aus, „dass adaptive und KI-unterstützte Lernmaterialien einen positiven Effekt auf den Erwerb von Basiskonferenzen haben können“. Dies ist aber nur möglich, wenn die Voraussetzungen stimmen. Die aktuelle Pisa-Studie zeigt jedoch, dass Deutschland bei den Kapazitäten der Schulen zur Verbesserung des Lehrens und Lernens durch digitale Geräte leicht unter dem OECD-Durchschnitt liegt. Hier gibt es also noch Aufholbedarf.

Gleiches gilt für die digitale Befähigung, die im Unterricht erlangt wird. So liegen Schülerinnen und Schülern in Deutschland deutlich hinter dem OECD-Durchschnitt, wenn es darum geht, im Unterricht zu lernen, mit KI erzeugte Informationen zu bewerten. Demgegenüber steht die leicht überdurchschnittliche Nutzung von KI durch die Lernenden in Deutschland. Diese Diskrepanz spiegelt sich womöglich in den polarisierenden Einstellungen zur KI im Digitalklimaindex wider.

Sorge um Kreativität und Einstiegschancen in den Beruf

Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung befürchtet, dass die eigene Kreativität durch KI abnimmt, weil man sich selbst weniger Gedanken macht. Unter den 16- bis 29-Jährigen teilen auch 62 Prozent diese Sorge; nur 36 Prozent erwarten, dass KI die Kreativität steigert, weil sich mehr Ideen ausprobieren lassen. In allen Altersgruppen überwiegt die Skepsis – am stärksten bei den 45- bis 59-Jährigen mit 72 Prozent.

Und bei der Jobsuche sehen junge Menschen den zunehmenden KI-Einsatz eher als Belastung, denn als Vorteil. 56 Prozent der 16- bis 29-Jährigen erwarten, dass junge Leute schwerer einen Arbeitsplatz finden, weil Unternehmen stärker KI einsetzen. 40 Prozent glauben dagegen, dass der vertraute Umgang mit neuen Technologien den Berufseinstieg erleichtert.

„Im achten Jahr nach dem Digitalpakt für Schulen in Deutschland zeigt sich: Der Umgang mit KI-Anwendungen ist ein großes Thema mit unterschiedlichen Facetten, obwohl sie bereits vielfach genutzt werden. Neben leistungsfähiger digitaler Infrastruktur wird ein verantwortungsvoller Umgang mit KI auch von den jungen Leuten eingefordert, damit das genuin Menschliche als Zukunftskapital erhalten bleibt“, erläutert Ruben Queimano.

Schlussfolgerung zum Schulstart: Kompetenz vor bloßer Nutzung

Die Befunde zeigen einen klaren Auftrag für Schulen, Ausbildungsstätten und Hochschulen: KI-Kompetenz sollte nicht nur an der Häufigkeit der Nutzung gemessen werden. Entscheidend sind die Fähigkeit zur kritischen Prüfung, der Schutz eigener Kreativität und die Vorbereitung auf eine Arbeitswelt, in der KI-Tätigkeiten verändert. Der hohe Erfahrungsstand der jungen Generation bietet dafür eine gute Ausgangsbasis. Die Vorbehalte gegenüber virtuellen Lehrkräften machen zugleich deutlich, dass digitale Lösungen dort auf die größte Zustimmung stoßen dürften, wo sie Menschen unterstützen und nicht ersetzen.

Über die Studie: Digitalklimaindex 2026
Der Digitalklimaindex von Deutsche Glasfaser ist eine umfassende Untersuchung zur digitalen Einstellung der deutschen Bevölkerung in zwölf Lebensbereichen. Media Tenor hat die Untersuchung gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Mentefactum durchgeführt. Für die aktuelle Erhebung wurden im Juni/Juli 2026 insgesamt 2.008 Personen zwischen 16 und 65 Jahren durch Mentefactum repräsentativ telefonisch befragt.

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Die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser ist Pionier für den Glasfaserausbau im ländlichen und suburbanen Raum in Deutschland. Als Digital-Versorger der Regionen plant, baut und betreibt Deutsche Glasfaser anbieteroffene Glasfaseranschlüsse für Privathaushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Deutsche Glasfaser strebt den flächendeckenden Glasfaserausbau an und trägt damit maßgeblich zum digitalen Fortschritt Deutschlands bei. Mit innovativen Planungs- und Bauverfahren ist Deutsche Glasfaser Spezialist für einen schnellen und kosteneffizienten FTTH-Ausbau. Die Unternehmensgruppe zählt zu den finanzstärksten Anbietern im deutschen Markt und verfügt mit den erfahrenen Glasfaserinvestoren EQT und OMERS über ein privatwirtschaftliches Investitionsvolumen von über elf Milliarden Euro. www.deutsche-glasfaser.de

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